27.01.2026

Die Uni kommt zur Schule: PD Dr. Christoph Rauen zu Gast am Gymnasium Elmschenhagen

Am Montag, den 26.01., tauschten die Deutschkurse des 12. Jahrgangs die gewohnte Schulliteratur gegen eine Prise akademischer Tiefe. Im Rahmen des CAU-Projekts „Uni kommt zur Schule“ durften wir PD Dr. Christoph Rauen begrüßen, der uns Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ aus einer ganz neuen Perspektive näherbrachte.

Da Kleists Klassiker aktuell das zentrale Korridorthema für das Deutsch-Abitur ist, kam der Vortrag wie gerufen. Unter dem Titel „Formdehnung in Kleists ‚Der zerbrochne Krug‘“ widmete sich  PD Dr. Rauen einem durchaus komplexen Thema. Besonders beeindruckend war dabei, wie anschaulich er die engen Bezüge zwischen der literarischen Form und dem Inhalt darstellte.


Im Mittelpunkt der Analyse stand die Untersuchung des Blankverses und der Antilabe – einem Stilmittel, bei dem sich mehrere Sprecher einen Vers teilen. Dr. Rauen zeigte auf, wie Kleist dieses Mittel nutzt, um die sich zuspitzende Handlung und die wachsende Spannung im Gerichtssaal fast physisch spürbar zu machen.


Nach dem fachlichen Input ging es in den persönlichen Austausch, bei dem der Referent an die Lektüreerfahrungen und das Vorwissen der Lernenden anknüpfte. Unsere Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, um eigene Fragen zu stellen und ihre Deutungsansätze zu diskutieren. Doch es blieb nicht nur bei der Theorie. Zum Abschluss „plauderte“ der Referent schülernah und gewohnt eloquent aus dem Nähkästchen. Er gab spannende Einblicke in seine persönlichen Forschungsschwerpunkte, den Alltag in der Literaturwissenschaft und die verschiedenen Wege einer akademischen Laufbahn.


Wir danken PD Dr. Christoph Rauen herzlich für diesen informativen und kurzweiligen Vormittag, der gezeigt hat, dass Uni-Stoff alles andere als „trocken“ sein muss. Ein besonderer Dank gilt außerdem Frau Versonke für die reibungslose Organisation dieser Veranstaltung.


Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt: Uni kommt zur Schule!