Gymnasium Elmschenhagen

G8-Gymnasium der Landeshauptstadt Kiel im Schulzentrum Elmschenhagen

Erlebnisbericht Hastings 2012

Dienstag


 

Unsere Reise beginnt früh morgens, der Flug geht nach London, genauer nach Gatwick. Von dort fährt uns ein Bus nach Hastings – an der Südküste von England gelegen. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Zwischenstopp für die erste Besichtigung: Tunbridge Wells, ein kleiner Ort, der bekannt ist für seine alten, typisch englischen, kleine und schnuckeligen Läden, bis unter die Decke vollgestopft mit allem, was man nicht braucht. Z.B. ein Kochgeschäft: Eine Wand voll nur mit bunten, schönen oder weniger schönen Schürzen.

In Hastings angekommen, werden wir dann endlich von unserer Gastfamilie in Empfang genommen: Die Eltern Jill, Dave sowie Grace, unsere Gastschwester, die genauso alt ist wie wir. Zu Hause begrüßt uns dann noch Bertie, ein kleiner, verrückter Hund, der gerne auch einmal in den Fuß beißt. Bald beziehen wir unser Zimmer und fallen, erschöpft von der langen Reise, in die Betten.

Mittwoch

Erster Schultag – wir genießen, dass hier die Schule erst um 9:15 beginnt, können also ausschlafen und gemütlich frühstücken. Einteilung und erstes Kennenlernen der Klassen und schon ist der Vormittag vorbei.
Mittagessen in der Schule, danach eine Führung durch die Altstadt von Hastings. Unser Führer erklärt uns viel über die Stadt – natürlich auf Englisch. Berühmt ist Hastings für zwei Dinge: Die „Battle of Hastings“ und die Erfindung des Fernsehers – man lernt nicht aus! Die Ursprünge von Hastings als Fischerdorf kann man an den kleinen, schwarzen Hütten wiedererkennen, die heute noch am Strand stehen.
Mitten in der Stadt befinden sich zwei Hügel – West und East Hill. Mit dem „West Hill Lift“ fahren wir auf den West Hill, wo wir das Castle besichtigen und in einem kurzen Film die Geschichte von Hastings kennenlernen. Auch genießen wir den herrlichen Blick über die ganze Stadt, das Meer mit der leider abgebrannten Pier und natürlich den East Hill. „Very British Weather“ – Regen und Wind. Also ist Shopping in der Stadt angesagt, der Strand muss auf besseres Wetter warten.




Donnerstag

Vormittags Schule. Nach dem Mittag dann ein Ausflug in die benachbarte Kleinstadt „Rye Royal“. Da sich die Stadt seit ihrer Entstehung kaum verändert hat – gemütliche Gassen mit Kopfsteinpflaster statt moderner Architektur – steht sie heute unter Denkmalschutz. Hier schauen Jonny Depp und Paul Mc Cartney häufiger vorbei. Gesehen haben wir sie nicht, wohl aber „the opposite“, das Haus gegenüber von dem berühmten Pub, den Jonny Depp regelmäßig besuchen soll.

Freitag

Heute langer Schultag, wir haben auch nachmittags Schule – ausnahmsweise!
Den Abend gehen wir ruhig an, wir haben sturmfreie Bude und spielen den ganzen Abend Uno. Die Eltern sind ausgegangen, nur Bertie leistet uns manchmal Gesellschaft.

Samstag

Heute fahren wir nach Brighton. Auf dem Weg dahin besuchen wir die „Seven Sisters“, imposante Kreidefelsen an der Südküste von Sussex. Das Meer holt sich ständig Kreide und so ist das Wasser vor der Küste eher weiß gefärbt, nicht etwa karibisch blau. Der Leuchtturm von Birling Gap musste bereits um 17 Meter in das Landesinnere versetzt werden, da er drohte, ins Meer zu stürzen.
Brighton wird auch „London by the Sea“ genannt. Der erste Blick fällt auf das Riesenrad, welches uns sofort an das „London Eye“ erinnert. Berühmt ist der Ort für die „Brighton Pier“, die noch heute sehr gut besuchte Seebrücke. Hier tobt das Leben: Achterbahn, Geisterbahn und natürlich Spielkasinos mit vielen einarmigen Banditen bestimmen das Bild. Der Blick auf die Küste erinnert mich ein wenig an Spanien: Leicht schäbige Häuser, daneben Palmen, davor der Strand und das Meer. Und im Hintergrund noch einmal die Seven Sisters.

Sonntag

Wir fahren nach London! Früh aufstehen ist angesagt. Verwirrt hat mich der Anblick einer Seilbahn mitten in der Stadt! Diese wurde für die Olympischen Spiele gebaut und verbindet über die Themse hinweg die verschiedenen Austragungsorte. Auch nach der Olympiade steht sie den Touristen und Einheimischen für eine Fahrt in luftigen 90 Metern Höhe zur Verfügung. Wir entscheiden uns jedoch für das „London Eye“. Die Warteschlange ist erfreulich kurz und so genießen wir aus 125m Höhe eine wunderbare Aussicht über das sonnige London!


Danach sind die weiteren Klassiker angesagt. Nacheinander besuchen wir Buckingham Palace (die Queen war natürlich nicht zu Hause), Big Ben (gerade schlägt er 12 Uhr), Picadilly Circus (glitzernde Leuchtreklamen erinnern an New York). Aus dem Bus sehen wir weitere Teile der Stadt – natürlich wieder mit englischem Führer. Und natürlich Shopping in der Oxford Street – leider ist das Taschengeld viel zu schnell alle!

Montag

Vormittags noch einmal Schule. Danach geht es in den „Alexandra Park“ in Hastings – es ist Tea Time. Passend zum englischem Wetter – Regen – gibt es englischen Tee. An den kann ich mich nur schwer gewöhnen, genießbar ist er für mich nur mit viel Milch und noch mehr Zucker. Aber zur Entschädigung gibt es Scones, lecker mit Marmelade und „clotted cream“, eine Art dicker Sahne, danach sind wir pappsatt.
Eigentlich wollen wir nun endlich noch einmal an den Strand, doch es ist Weltuntergang, der Regen kommt waagerecht vom Meer herüber. Wieder nix mit Strand - Schade!
Zum Abschied geht es in die Disko in der Schule. Hier treffen wir noch einmal die Gruppe von Kolumbianerinnen, mit denen wir schon die ganze Woche Kontakt in der Schule haben. Unser Spanisch reicht noch nicht, aber schließlich lernen wir ja alle perfekt Englisch. So verstehen wir uns auch, wie sie uns zu ihrer mitgebrachten Musik das Tanzen beibringen. Eigentlich dachten wir, dass wir schon temperamentvoll sind, aber von der guten Laune der Südamerikanerinnen können wir noch eine Menge lernen. Wir haben viel Spaß miteinander!
Spät abends heißt es dann schon wieder Koffer packen, morgen geht es wieder nach Hause!

Dienstag

Auf dem Rückweg zum Flughafen ein Abstecher nach Windsor. Hier besuchen wir das Eton College. Wir betreten eine andere Welt, sofort fühlen wir uns nach Hogwards in die Welt von Harry Potter versetzt. Nicht nur die Gebäude erinnern daran, auch die Studenten, gekleidet in schwarzem Frack, darunter die schwarze Weste, Fliege und Lackschuhe erscheinen uns wie aus einer anderen Welt.
Und bald sitzen wir schon im Flieger zurück nach Hamburg. Spät abends, völlig erschöpft, schließen wir unsere Eltern wieder in die Arme. Jetzt erst einmal ausschlafen und dann müssen wir erzählen, was wir alles erlebt haben und wie gut es uns gefallen hat!
Danke!
Wir möchten uns ganz herzlich bei Frau Bleicken, Frau Friedrichs und Frau Ingenpaß dafür bedanken, dass sie sich auch dieses Jahr wieder die Mühe gemacht haben, für uns diese Fahrt zu organisieren und zu begleiten.


Lea Eichstädt, Frederike Hörcher, Klasse 8c


 

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